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Hotel Garni "Haus am Meer" in Büsum
25761 Büsum
Hummergrund 10
Tel: 04834 / 962340
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Die Geschichte von Büsum

Erstmals wurde Büsum erstmal im Jahre 1140 auf einer Urkunde des Erzbischofs Adolberto von Bremen und Hamburg erwähnt. Damals unter den Namen Biusne, Büsen, Busen und Butzen bekannt, hat der Blanke Hans im Laufe der Jahrhunderte die ehemalige Insel umgeformt. Dies geschah unter erheblichen Verlusten.

Man sprach von Mandränken (nicht zufällig erinnert dieser Ausdruck an: Mann/Mensch/ ertränken) und meinte damit gigantische Sturmfluten, die in den Jahren 1362, 1436, 1570 und 1634 das Land mit allem Leben ins Meer rissen. Die Ortschaften Süderdorp und Middledorp wurden vom Meer geschluckt – mit Mann und Maus. Übrig blieb Norderdorp – das heutige Büsum.

Nach und nach – mit Ende des 16. Jahrhunderts - wurde durch natürliche Aufspülung und Eindeichung die Insel mit dem Festland verbunden. Weitere schwere Flutkatastrophen richteten in den Jahren 1717 (Weichnachtsflut, mit dem Verlust der Gemeinde Werven) und 1825 (Februarflut) große Verwüstungen an.

Die moderne Deichbautechnik verhinderte in Büsum 1962 ein weiteres Desaster. Heute hat der Deich eine Höhe von 8,50 m. In den Häusern an der Küste war der Tausch Sicherheit gegen Meeresblick eine willkommene Maßnahme.

Doch nicht nur die Naturgewalten – sondern auch der normale Existenzkampf hatte in Büsum harte Züge. Man konnte nur in kleineren verschworenen Lebensgemeinschaften und Sippenverbänden (sog. Klunten und Schlachten) überleben.

Friedlich war die Zeit keineswegs. Im Dithmarscher Landesmuseum zu Meldorf wird dies übrigens ebenso anschaulich und wie drastisch dargestellt. Anno 1420 legte man sich sogar mit Hamburg an. Ein gewisser Rackler Kersten aus Büsum fuhr nach vorangegangenen Plänkeleien kurzerhand in den Hamburger Hafen und zerstörte dort viele reich beladene Handelsschiffe. Nicht ohne Folgen, die Hamburger konterten mit dem Abfackeln der Middledorper Kirche.

Sein Zeitgenosse war der Büsumer Pirat Cord Widderich, der sich küstennah vorbeifahrender Handelsschiffe bediente. Nach damaligem Recht gehörte nämlich Strandgut dem Finder. Laut Überlieferungen wurde niemand getötet, nach Lösegeldzahlung konnte die Besatzung wieder den Heimweg antreten. Ein ebenso schlauer – wie auch gütiger Brauch.

Als vortrefflicher Ausguck für Widderichs Schiffsbeobachtungen diente der Pellwormer Kirchturm. Auch das Kirchengeläut konnte nach dem Erspähen eines Schiffes für seine Gefolgsleute als Versammlungssignal zweckentfremdet werden und falsche Leuchtfeuer lockten nicht nur hier an der Küste passierende Handelskoggen an. Ein leise aufkommender Verdacht wird durch das kirchliche Anteilsrecht am Strandgut nicht gerade entkräftet.

Das heute noch zu besichtigende Taufbecken in der Büsumer St. Clemens Kirche war ein Geschenk Widderichs zur Kirchweih. Es entstammt einem Raubzug von der Kirche auf Pellworm.

Das Meer vor der Haustüre sicherte natürlich auch die wichtige Eiweißversorgung. Heute kulinarischer Luxus, war die Büsumer Krabbe (Kraut, Granat) – wie alle anderen Meerestiere – Grundnahrungsmittel.

Nicht nur für den Eigenbedarf wurde mit der Gliep (Schiebenetzen oder Schiebehamen) dem Meeresgetier nachgestellt. Es ähnelt einem Holzrechen mit einem Netz an Stelle der Zinken. Das Hinterland konnte so auch mit Krabben versorgt werden.

In den Prielen wurden bei Ebbe auch Plattfische gefangen. Ohne sonstige Hilfsmittel ertastete man barfuß die Fische und konnte sie anschließend einfach in den Wattsand drücken.

Aber nennenswerte Fänge waren natürlich nur mit dem Kutter zu erzielen. Ende des 19. Jahrhunderts gewann der Fischfang gegenüber der Landwirtschaft an Bedeutung. 1902 entstand auch eine kleine Werft. Der Hafen wurde ausgebaut und bekam 1939 eine Sturmflutschleuse.

Eine verrückte Idee! Anno 1818 wurden Badekarren wurden angeschafft, um für Gäste einen organisierten Badebetrieb zu schaffen. Das war wohl nix – es kamen zu wenig Gäste. 1828 scheiterte der zweite Versuch ebenso an der Nachfrage. Nach hartnäckigem Durchhalten wurde 10 Jahre später Büsum in der Presse als Badeanstalt und im Brockhaus als Heilquelle erwähnt. Der eigentliche Durchbruch, der den Bekanntheitsgrad deutschlandweit sprunghaft förderte, war aber der Eisenbahnanschluß anno 1883, der Erste seiner Art für ein Seebad in Deutschland.

...Büsum macht seinen Weg:

  • 1886 Erstmals über 1000 Badegäste p.a.!
  • 1889 Eine Bade Direction wurde gegründet, der Vorläufer der Kurverwaltung bzw. des heutigen Kur- u. Tourismus Service (KTS).
  • 1890 Der erste Werbeprospekt erschien.
  • 1891 Die ersten Strandkörbe am Damenstrand (Fischerkai – alte Deichanlage).
  • 1894 Die erste Segel-u. Kutterregatta war eine Sensation und wird jährlich bis Heute veranstaltet.
  • 1896 Die Gemeinde übernimmt die Bade Direction und erhebt erstmals Kurtaxe.
  • 1900 Das erste Hotel wurde in Büsum gebaut.
    - Ein Hamburger Kurgast lockt mit Geld vorbeiziehende Musikanten ins Watt.
    Seither tägliche Sommertradition: Wattenlaufen mit Musik.- Die Scham- und Sittenlosigkeit gemeinschaftlichen Badens von Männern und Frauen wurde heiß diskutiert.
  • 1903 Die fortschrittliche Badeordnung für das neue Familienbad forderte dunkle, undurchsichtige und hochgeschlossene Badebekleidung, Fotoapparate waren verboten und Einzelpersonen hatten keinen Zutritt!
  • 1908 Eine Werbeplakat zeigt eine Dame im Watt
    - zwar züchtig bekleidet - aber barfuß!! Einige Kurgäste schworen daraufhin ewigen Büsum-Boykott.
    - Fischkutter wurden auch zu sogenannten Lustkutterfahrten eingesetzt. Die Vorläufer der heutigen Ausflugsschiffe.
  • 1913 Fertigstellung des Leuchtturmes.
  • 1945 Zum Kriegsende wurden Flüchtlinge, Ausgebombte und Soldaten in Ferienquartieren untergebracht, zwei Jahre später wurde der Ferienbetrieb wieder langsam aufgebaut.
  • 1949 Nachdem man in Büsum schon Jahrzehnte vom Nordseebad sprach, ab sofort auch staatlich anerkannt: Nordseeheilbad Büsum.
  • 1954 Die Einführung des Logos: Krabbe im Strandkorb.
  • 1962 Eine schwere Sturmflut zerstört den Badestrand.
  • 1967 Das Meerwasser-Wellenbad wurde eröffnet.
  • 1970 Der Flugplatz Heide-Büsum ging in Betrieb.
  • 1972 Die Sandinsel/Sandstrand in der Perlebucht wurde geschaffen.
  • 1982Eröffnung des heutigen Gäste- u. Veranstaltungszentrums.
  • 1986 Konkurs der Büsumer Werft.
  • 1991 Eröffnung der Wellness und Fitness-Oase Vitamaris.
  • 2004 Eröffnung des Erlebnisbades Piratenmeer.
  • 2006 Eröffnung der Sturmflutenwelt Blanker Hans.

von: Bernd Heuler

Wussten Sie daß
Büsum den größten Kutterhafen an der Nordseeküste unterhält?

Um die 40 Krabbenkutter, einige Küstenmotorschiffe, Seenotrettungskreuzer, Patroullienschiffe der Küstenwache, Polizei und Zoll, Tonnenleger, Forschungsschiffe, Personenschiffe und im Sommer liegen auch Sportboote hier vor Anker.

Von hier aus unternehmen zwei Reedereien mit der weißen Flotte verschiedene Schiffsausflüge.


 
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